25.04.2017  |  BILDUNGSPOLITIK

Erste PhD-Kooperationsprojekte können starten

Swissuniversities hat über die Durchführung und Finanzierung der eingereichten Kooperationsprojekte für Doktoratsprogramme entschieden. Insgesamt elf Projekte werden finanziell unterstützt. Davon sind acht Kooperationen zwischen Universitäten und Fachhochschulen. Zudem wurden auch sechs Kooperationsprojekte FH/PH mit ausländischen Hochschulen angenommen.

5 Millionen Franken stellt der Bund zur Verfügung für Doktoratsprogramme, die auf einer Kooperation zwischen einer universitären Hochschule (UH) und einer FH/PH basieren (BFI-Botschaft 2017-2020). Wie angekündigt hat nun swissuniversities über die Durchführung und Finanzierung der eingereichten Kooperationsprojekte entschieden.
Elf Projekte wurden angenommen. Acht davon sind Kooperationen zwischen Universitäten und Fachhochschulen, drei zwischen Universitäten und Pädagogischen Hochschulen. Dies sind die acht angenommenen Kooperationsprojekte zwischen FH und UH:
  • «Angewandte Psychologie & Kommunikationswissenschaft», ZHAW, FHNW & HTW Chur mit der Universität Zürich
  • «Campus Luzern – Kooperative Promotionsförderung», HSLU mit der Universität und der PH Luzern
  • «Collegium Helveticum», ZHdK mit der Universität Zürich und der ETH Zürich
  • «Doctoral program in Applied Linguistics: Argumentation in professional practice», ZHAW mit der Università della Svizzera italiana
  • «Musikwissen», FHNW mit der Universität Basel
  • «PhD Network in Data Science», ZHAW & SUPSI mit den Universitäten Zürich und Neuchâtel
  • «PhD Program in Public Health Sciences (SSPH+AUS)», SUPSI, ZHAW, BFH & FHS St. Gallen unter anderem mit den Universitäten Bern, Luzern und Neuchâtel
  • «Programme doctorale en travail social», HES-SO & SUPSI mit der Universität Genf
Die ersten Projekte beginnen bereits jetzt im Mai.
Für alle elf Projekte wurden insgesamt 3,7 Millionen Franken von den insgesamt 5 Millionen zur Verfügung gestellt. Pro Kooperationsprojekt gilt die Obergrenze von 200000 Franken pro Jahr. Die restlichen 1,3 Millionen Franken werden in einer zweiten Ausschreibung vergeben. Mitte Dezember fällt der Entscheid. Der Beginn dieser Kooperationsprojekte ist für Januar 2018 festgesetzt. Zudem wurden auch sechs Kooperationsprojekte mit ausländischen Hochschulen angenommen. Die ZHdK ist hier bei drei Projekten beteiligt, die ZHAW, FHNW und HES-SO an jeweils einem Projekt.
Das Programm «Kooperation zwischen Schweizer FH/PH und UH» zielt darauf ab, die Kooperation zwischen Schweizer UH und Schweizer FH/PH im Bereich des Doktorats zu konsolidieren, um den wissenschaftlichen Nachwuchs mit PH/FH-Profil zu stärken. Die Projekte werden von den Partnern UH und FH/PH zusammen erarbeitet und umgesetzt. Jeder einzelne bringt jedoch seine spezifischen Fachkenntnisse ein. Die Qualität der angebotenen Doktoratsausbildung wird gemeinsam gesichert. Die Doktorierenden sind an den FH/PH tätig. Die Verantwortlichen der verschiedenen Hochschultypen sind gemeinsam an deren Betreuung beteiligt. Der Doktortitel wird durch die UH verliehen.
FH SCHWEIZ setzt sich weiterhin dafür ein, dass auch das eigenständige PhD-Modell für Fachhochschulen vorangetrieben wird, und beobachtet die Kooperationsprojekte mit grossem Interesse.